Monday, July 20, 2009

Wie komme ich aus meinem Vodafone DSL Vertrag, den ich gar nicht nutzen kann, wieder heraus?

Eins vorweg: Vodafone bietet alles in allem sehr gute Leistungen. Ich bin zu 90% zufrieden mit meinem UMTS Datenvertrag, denn der Preis ist bei dieser doch ziemlich guten Abdeckung in Deutschland günstig.
Auch mit der DSL-Versorgung war ich sehr zufrieden (als ich sie endlich hatte).

Jetzt zum Problem: Ich komme aus meinem DSL-Vertrag (Kundennummer 001913867423) nicht heraus, obwohl ich ausgezogen bin, den Vertrag gekündigt habe und das Modem zurück gesandt habe.

Hier die Vorgeschichte:

Im Oktober 2008 strandete ich, der ständig Reisende, in Berlin, da mein Wagen kaputt war und die Reparatur eine kleine Ewigkeit dauern sollte.
Ich mietete ein Appartment auf monatsbasis. Da das Bürgeramt ausdauernd streikt, verzichte ich auf eine Anmeldung.

Am 16.10.2008 steht ein freundliche Dame vor der Tür um mir zu erklären, dass die Infrastruktur für einen DSL-Anschluss im Appartment vorhanden sei und sie habe ein gutes Angebot von Vodafone für mich. Ich sagte ihr, dass ich nur vorrübergehend in Berlin sei und da der Vertrag mindestens 24 Monate laufen sollte, er wohl für mich nicht in Frage käme. Sie meinte, das sei kein Problem, denn wenn ich auszöge und nicht an einen anderen Ort zöge, wo DSL-Anschlüssen seien, würde ich problemlos aus dem Vertrag herauskommen.

Also gut, ich unterschrieb.

Dann hörte ich lange nichts mehr. Nach einiger Zeit schrieb ich ein Email an die Verkäuferin. Keine Antwort. OK, Aussendienstler haben es nicht so mit Email. Angerufen bei der Vermittlungsfirma. Zuständige gerade nicht frei. Rückruf vereinbart. 2 Mal. Nie gekommen. Am 1. Dezember kommt doch eine Antwort der Verkäuferin: Vodafone ächze unter dem Ansturm der Kunden und es daure noch ein Weilchen.

Gleich darauf kommt eine Bestätigung von Vodafone: Einschalttermin um Weihnachten herum. Das Modem trifft auch ein. Am Einschalttag kommt niemand, auch kein Anruf. Einige Tage später kommt ein Schreiben mit einem neuen Einschalttermin.

Und diesmal klappt es und meine DSL-Welt ist vollkommen in Ordnung. Auch mein Wagen ist wieder startklar, aber ich will das DSL noch genießen, da ich im Dezember oder Januar mit meinem UMTS-Vertrag schon gegen die Volumenbegrenzungswand von 5 GB geknallt bin, worauf die Daten dann nur noch mit 64 kbit runtertröpfelten (Liebe Vodafone! Im Jahre 2005 waren 5 GB grossartig. Aber schon 2008 war das eher mickrig.)

Ich beschloss, am 31.März 2009 auszuziehen, aber erst hinterher zu kündigen a) um zu vermeiden, dass mir der Anschluss ausversehen zu früh gekappt wird und b) damit Vodafone noch ein bisschen auf ihre Kosten kommt.

Anfang April erklärte ich die Situation in einem Email an den Support. Da hieß es: schade, aber kein Problem, Kündigung schicken und Modem retournieren (Vodafone Dialog ID: [1157332002]). Na super. Habe beides gemacht und war happy - bis ich Anfang Juli auf meinen Juni-Konto-Auszug eine Vodafoneabbuchung über 19,95 entdeckte. Nicht dass ich das besonders schlimm fand. Sicher ist Vodafone auch nach diesen Abbuchung mit meinem DSL-Vertrag immer noch in der Verlustzone.

Also erneute Anfrage an den Support. Nein, sie hätten keine Kündigung erhalten (das ist mir schon etliche Male mit allen möglichen Firmen passiert, wenn ich die Kündigung mit normaler Post und nicht per Einschreiben geschickt habe). Diemal schickte ich die Kündigung per Fax mit der Bitte um Empfangsbestätigung per Email. Die kam nicht. Auch nicht nach erneuter Anfrage beim Support.

Dann kam ein Anruf von einem Herrn aus der Abteilung, die sich mit Kündigungen befasst. Warum ich denn kündigen wolle, ob mir Vodafone nicht mehr gefalle. OK, alles nochmal erklärt. Mmm - ob ich wohl die Anmeldebestätigung am neuen Ort vorlegen könne und wenn dort kein DSL-Anschuss sei, dann gäbe es kein Problem. "Ich bin aber ständig unterwegs und habe keinen festen Wohnsitz und somit auch keine Anmeldebestätigung. Eine Abmeldebestätigung habe ich auch nicht, da ich ja nicht angemeldet war. Aber ich weiß, dass mein Fall nicht der Norm entspricht und wir mit dem Standardverfahren nicht weiter kommen." An welche höhere Stelle könne ich mich wenden? An den Support 1212.

Er macht mir folgenden Vorschlag: Wir heben die Kündigung auf und ich erhalte eine Gutschrift von 25 Euro. Dann solle ich mich nach Ablauf von 14 Tagen an den Support wenden und nochmal nachfragen, was ich vorlegen soll, um aus dem Vertrag herauszukommen.

Dann könne ich nochmal eine Kündigung schicken und seine Abteilung würde dann wieder auf mich zukommen. Würde meine Kündigung dann immer noch nicht akzeptiert werden, könnte man den Vertrag auf ein Minimalangebot mit einer monatlichen Gebühr von 14 Euro irgendwas reduzieren, so dass ich bis zum Vertragsende (falls ich bis spätestens 29.8.2010 kündige) nur etwa die Hälfte zahlen müsste.

Mein Anliegen ist nun folgendes: Da ich weiß, dass mein Fall außergewöhnlich ist, kann mich nur jemand der bei Vodafone weiter oben in der Verwaltung sitzt aus dem Vertrag herausholen. Die Fakten sind ja ziemlich klar und wer einen Blick auf meine Bewegungsmustern mit meine UMTS Datenvertrag wirft, wird festellen, dass ich fast jeden Tag an einem anderen Ort bin.

Da ich gehört habe, dass große Firmen neuerdings aktiv in Online-Medien nachschauen, wie über sie gesprochen wird, glaube ich, dass ich mit einigen Links auf diesen Artikel die gewünschte Aufmerksamkeit eines Vodafone-Mitarbeiters mit den notwendigen Kompetenzen erregen kann.

Betrifft DSL-Vertrag (Kundennummer 001913867423)